Über mich

„Der Mensch, so wie ihn Gott gedacht und wie die Dichtung und Weisheit der Völker ihn manche tausend Jahre lang verstanden hat, ist geschaffen mit einer Fähigkeit, sich zu freuen an Dingen, auch wenn sie ihm nicht nutzen, mit einem Organ für das Schöne. An der Freude des Menschen am Schönen haben stets Geist und Sinne in gleichem Maße teil und solange Menschen fähig sind, sich mitten in den Drangsalen und Gefährdungen ihres Lebens solcher Dinge zu freuen: eines Farbenspielers in der Natur oder im gemalten Bilde (…) – solange wird der Mensch seiner Fragwürdigkeiten immer wieder Herr werden und seinem Dasein immer wieder Sinn zuschreiben können, denn der >> Sinn << ist ja eben jene Einheit des Vielfältigen, oder doch jene Fähigkeit des Geistes, den Wirrwarr der Welt als Einheit und Harmonie zu ahnen“.

(Hermann Hesse, Glück)

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Diese Passage von Hermann Hesse aus dem Büchlein „Glück“ drückt meine Empfindung für die Kunst in all ihrer Vielfältigkeit aus - die Sinne zu reizen, aber auch beruhigen und heilen zu können.

Warum ich den Namen Froschglück wählte, möchte ich kurz erklären… Vor drei Jahren begann ich eine Weiterbildung. Meine Kinder werden größer und brauchen mich nicht mehr so viel wie früher.

Ich durfte Ärzte bei ihrer Arbeit im OP beobachten. Sie trugen alle grüne OP-Kleidung und ich fand, dass sie wie Frösche aussehen. Als ich mein Pflegepraktikum absolvierte, erlebte ich so viele verschiedene ergreifende Situationen, dass ich diese begann aufzumalen. Ich malte Frösche im OP, Frösche krank im Bett liegend, liebende Frösche,… jedenfalls machte mich dies selbst sehr glücklich. Somit entstand das Froschglück.

Eines Tages hatte ich noch Farbe vom Malen über und eine weiße Leinwand stand neben mir. Ich begann mit der Restfarbe, mit der ich zuvor ein Froschbild gemalte hatte, bunt und wild zu arbeiten. Auch dies machte mich glücklich. Das Restglück war entstanden - meine abstrakten Bilder.

Die Farbe grün mag ich schon immer.
Sie steht für das Einläuten des Frühlings, nachdem der Winter von der Natur besiegt wurde. Der Jahreskreislauf beginnt von vorne – wie die Mitose bei der Zellteilung bzw. Erneuerung des Lebens. Das irdische Wachstum, die Zuversicht, die Hoffnung und das Symbol für ein glückliches, gesundes langes Leben wird mit der Farbe Grün in Zusammenhang gebracht.

Wenn ich Bilder in meinem Kopf verarbeiten möchte, überlege ich mir die Umsetzung, die Wahl, das Mischen und Auftragen der Farben, denke an die jeweilige Situation, durch die sich eine Erinnerung in meinem Kopf manifestierte und gebe dann meinen dazu empfundenen Gefühlen freien Lauf. Oft lache oder schmunzele ich dabei, manchmal weine ich auch. Dies hilft mir enorm, die vielen verschiedenen Erlebnisse zu verarbeiten und wirkt befreiend auf mich! Der Kopf kann sich leeren und es gibt Raum für neues. …und das Neue ist immer wichtig – solange es Freude schenkt und glücklich macht.

Sonnige Grüße!
Susanne Peiker

Ausstellungen

Ausstellung 11.02.2020
Ausstellung 18.01.2020
Ausstellung 18.01.2020

Presse

Presseartikel 04.11.2020 Gießener Anzeiger Susanne Peilker
Presseartikel 04.11.2020 Gießener Anzeiger Susanne Peilker
Presseartikel 10.02.2020 Taunuszeitung Susanne Peilker